Nationalpark seit 1991

Nationalpark Björnlandet

Der einzige Nationalpark Västerbottens liegt in der Gemeinde Åsele, etwa 20 km südwestlich von Fredrika. 2 369 Hektar hügeliger Wald mit Blöcken und Steilhängen, in dem die Kiefern seit Jahrhunderten stehen dürfen und die Brände ihre Spuren hinterlassen haben. Zwei Eingänge, sechs markierte Wege und zwei Hütten, die allen offenstehen.

Der Wald

Was die Naturschutzbehörde Naturvårdsverket einen der wertvollsten Urwälder des Landes nennt, sind eigentlich mehrere Wälder in einem: Kiefernheide auf den Felsen, Fichtenwald in den Bachtälern, dazwischen Laubholz und Feuchtgebiete. Gemeinsam ist ihnen, dass sie nie bewirtschaftet wurden. Die ältesten Kiefern sind über 450 Jahre alt; im Kerngebiet entlang des Guldbäcksleden spricht Naturvårdsverket von fünfhundertjährigen Bäumen zwischen Riesenblöcken und Blocksenken.

Das Feuer gehört zur Geschichte des Waldes. Der letzte große Brand kam 1831, und die Spuren zeigen sich als verkohlte Stümpfe und überwallte Wunden, Brandnarben, in den lebenden Kiefern. Ein jüngerer Brand von 1970 wird auf dem Guldbäcksleden passiert. Dass der Wald brennen durfte und danach unberührt stehen blieb, ist der Grund für den Artenreichtum: 1.100 Insektenarten und 195 Flechtenarten, davon 31 auf der Roten Liste sind im Park verzeichnet. Im Frühsommer sind der Angsjön, der Ansjöbäcken, der Björkbäcken und die Moore die besten Plätze für Vögel, mit Chancen auf Auerhuhn und Unglückshäher.

Das klassische Ziel ist der Aussichtspunkt Björnbergsutsikten ganz oben auf dem Björnberget, etwa 2,5 Kilometer vom Eingang Angsjö, mit Bänken und Grillplatz. Der Nationalpark wurde 1991 gegründet und 2017 auf die heutige Fläche erweitert. Verwaltet wird er von der Provinzialregierung Länsstyrelsen Västerbotten.

Anfahrt

Das Auto ist der einzige Weg. Der Haupteingang Angsjö wird von der Reichsstraße 92 zwischen Åsele und Fredrika erreicht; von der Straße aus ist er über Schotterwege ausgeschildert, und die Länsstyrelsen beschreibt den Weg als Abzweig nach Süden Richtung Fjälltuna und weiter Richtung Flärkån. Suchen Sie im Navi nach Björnlandets nationalpark oder geben Sie 63.99110, 18.05809 ein. Am Eingang gibt es einen Wendeplatz, Informationstafeln, einen Rastplatz mit Feuerstelle, ein Servicehaus mit barrierefreier Trockentoilette, eine Quelle zum Auffüllen der Flasche und eine Hörstation mit Erzählungen. Eine rund 200 Meter lange Holzrampe führt in den Wald und ist auch für größere Elektrorollstühle geeignet.

Der zweite Eingang, Häggsjö, liegt auf der Westseite des Parks und wird über die Provinzstraße AC 557 erreicht, ausgeschildert nach Häggsjö, Koordinaten 63.98037, 17.95048. Hier gibt es ein Servicehaus mit Trockentoilette, einen Rastplatz und eine kurze Rampe bis zu den Informationstafeln. Die Straße nach Angsjö wird im Winter geräumt, die nach Häggsjö nicht immer. Der Mobilfunkempfang im Park ist schlecht; etwas Empfang gibt es am Eingang Angsjö und oben auf den Bergen.

Die Wege

Sechs markierte Wege, die sich frei kombinieren lassen. Rechnen Sie damit, dass ein Waldkilometer länger dauert als einer auf der Straße; Höhenunterschiede und Blöcke bestimmen das Tempo.

Urskogsrundan 2,6 km, Markierung violett
Start: Eingang Angsjö. Die ersten hundert Meter auf Bohlenstegen, danach ein gut ausgetretener Pfad durch Blockfelder und alten Kiefernwald.
Angsjöleden 3,7 km, Markierung rot
Start: Eingang Angsjö. Rund um den Angsjön über die Hütte Angsjökojan, über Moore und durch Altwald, zurück über einen alten Flößereidamm und die Bogenbrücke über den Bach Angsjöbäcken. Ein steiles Stück am Hang.
Rönnlandsrundan 4 km, Markierung gelb
Start: Eingang Häggsjö. Hinauf auf den Berg zu einem Aussichtspunkt über den Råtjärn und die Moore. Rastplatz mit Feuerstelle am Weiher. Stellenweise sehr blockig.
Björnlandsleden 6,3 km, Markierung blau
Start: Angsjö oder Häggsjö. Quer durch den Park zwischen den beiden Eingängen, leicht bis mittelschwer. Anschluss an Svärmorsleden und Angsjöleden.
Guldbäcksleden 7 km, Markierung orange
Start: Eingang Angsjö. Die Felsflächen des Björnberget, der 1970 abgebrannte Wald, hinunter am Guldbäcken durch Fichtenwald und hinein ins Kerngebiet mit den ältesten Kiefern und den Riesenblöcken. Mittelschwer bis schwer.
Svärmorsleden 12 km, Markierung grün
Start: Eingang Angsjö. Der längste Weg des Parks, als Wochenendtour angelegt: gut sechs Kilometer vom Eingang bis zur Hütte Svärmorskojan, unterwegs über den Björnberget.

Längen und Farben von den Wegseiten der Naturvårdsverket. Karten gibt es auf naturkartan.se und als kostenloses Faltblatt bei der Länsstyrelsen.

Übernachten

Angsjökojan steht am Angsjön, gut einen Kilometer auf dem Angsjöleden vom Eingang Angsjö. Svärmorskojan liegt am Weiher Svärmorstjärn, etwa sechs Kilometer auf dem Svärmorsleden, wenn man vom selben Eingang gegen den Uhrzeigersinn geht. Beide sind gezimmert, unverschlossen und kostenlos, eine Reservierung gibt es nicht. Drinnen stehen Schlafplätze für sechs Personen mit Decken und Kissen, zusätzliche Matratzen, Holzofen, Bratpfanne, Kaffeekanne, Töpfe und Petroleumlampen. Kerzen, Streichhölzer und alles andere bringt man selbst mit. An beiden Hütten gibt es ein Plumpsklo.

Die Hüttenregeln sind einfach: Räumen Sie hinter sich auf, tragen Sie Holz aus dem Holzschuppen für den nächsten Gast hinein und spalten Sie Späne, damit das Feuer anbrennt. Das Wasser in Seen und Bächen ist gelbbraun, aber trinkbar; sonst füllt man an der Quelle bei Angsjö auf oder schmilzt Schnee. Die Länsstyrelsen zählt auch Windschutzhütten zu den Anlagen im Park.

Jahreszeiten

Der Sommer beginnt, wenn die Straße nach der Schneeschmelze abgetrocknet ist; fahren Sie in den ersten Wochen vorsichtig auf den Schotterwegen. Der Frühsommer gehört den Vögeln, dann blühen die Moltebeeren, und die Beerensaison übernimmt. Der Herbst färbt die Laubbäume zwischen den Kiefern, die Mücken sind fort, und während der Elchjagd teilen sich Wanderer den Wald mit den Jagdgesellschaften. Der Winter verlangt breite Ski über die Moore um den Angsjön und entlang des Björkbäcken; Loipen werden nicht gespurt, aber Schneemobilspuren vom Holztransport führen oft zu den Hütten. Der Harsch im Frühjahr ist der beste Skischnee. Achten Sie bei knappem Licht auf offene Bäche und Hohlräume.

Regeln im Park

Das Jedermannsrecht gilt, aber die Vorschriften des Nationalparks (NFS 2017:4) verschärfen es. Das Wichtigste für normale Besucher:

Die Rentierhaltung ist in den Vorschriften ausgenommen: Mitglieder des Sameby dürfen Rentiere treiben und dafür im Gelände fahren. Begegnen Sie Rentieren, halten Sie Abstand.

Björnlandet in Kürze

Fläche
2 369 Hektar
Gegründet
1991, erweitert 2017
Lage
Gemeinde Åsele, etwa 20 km südwestlich von Fredrika
Eingänge
Angsjö (Haupteingang, von der Reichsstraße 92) und Häggsjö (Provinzstraße AC 557)
Wege
Sechs markierte, 2,6 bis 12 Kilometer
Übernachtung
Angsjökojan und Svärmorskojan, unverschlossen und kostenlos
Verwaltung
Länsstyrelsen Västerbotten, 010-225 40 00
Nächstes Dorf
Fredrika, mit Hotel, Campingplatz und Hütten

Häufige Fragen

Ist Björnlandet für Kinder geeignet?
Die kurzen Rundwege schon. Der Urskogsrundan mit 2,6 Kilometern verläuft auf Bohlenstegen und ausgetretenem Pfad vom Eingang Angsjö, und die Rampe vom Eingang ist rund 200 Meter lang. Der Angsjöleden mit 3,7 Kilometern erreicht die Hütte nach gut einem Kilometer, dort können Familien umkehren. Guldbäcksleden und Rönnlandsrundan beschreibt die Naturschutzbehörde Naturvårdsverket als blockig und stellenweise schwer, die sollten Sie sich für wandererfahrene Kinder aufsparen.
Darf man im Nationalpark zelten?
Ja, im größten Teil des Parks. In der Nähe des Eingangs darf man nur bei der Hütte Angsjökojan und auf der Strecke zwischen der Hütte und dem Eingang Angsjö zelten. Entlang der Wege gilt ein zeltfreier Streifen von 100 Metern zu jeder Seite, außerhalb davon ist Zelten erlaubt. Für Feuer gelten dieselben Regeln, und nur mit mitgebrachtem Holz oder Holz, das die Provinzialregierung Länsstyrelsen bereitgelegt hat.
Darf man einen Hund mitnehmen?
Ja, an der Leine. Die Vorschriften verbieten freilaufende Hunde und andere unangeleinte Haustiere im gesamten Park. In den Hütten ist der Hund willkommen, aber nicht auf Matratzen und Decken.
Kosten die Hütten etwas, und kann man reservieren?
Nein und nein. Angsjökojan und Svärmorskojan sind unverschlossen, kostenlos und nicht reservierbar. Jede hat Schlafplätze für sechs Personen mit Decken und Kissen, Holzofen, Kochgeschirr und Petroleumlampen. Ist es voll, wird erwartet, dass wer schon eine Nacht geschlafen hat, neuen Gästen Platz macht.
Darf man angeln und Beeren pflücken?
Beeren und Speisepilze dürfen gepflückt werden. Angeln ist für Besucher verboten, ebenso das Sammeln anderer Pflanzen, Flechten, Moose und Insekten ohne Genehmigung der Länsstyrelsen.

Die Angaben wurden am 22. Oktober 2026 anhand von sverigesnationalparker.se (Naturvårdsverket), der Seite der Länsstyrelsen Västerbotten über den Park und der Vorschriften NFS 2017:4 geprüft. Fläche und Jahreszahlen stammen von der Länsstyrelsen; das Baumalter wird unterschiedlich angegeben, über 450 Jahre bei Wikipedia und fünfhundert Jahre auf der Wegseite von Naturvårdsverket, und Wikipedia wurde sonst nur genutzt, um die Quellen zu finden. Der Zustand der Straßen und Hütten ändert sich, fragen Sie vor der Reise bei der Länsstyrelsen nach.